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Achtung bei gemeinsamen Konten – im Zweifel gehört das Guthaben beiden Ehegatten

Bei dem gemeinsamen Girokonto von Ehegatten, das der Finanzierung der gewöhnlichen und außergewöhnlichen ehelichen bzw. familiären Lebenshaltungskosten dient, kommt es nicht darauf an, von welchem Ehegatten das Kontoguthaben allein oder überwiegend stammt. Es ist egal, ob es von einem Ehegatten als Alleinverdiener oder aus dem Vermögen eines Ehegatten herrührt.

§ 430 BGB bestimmt, dass jeder Ehegatte für dieses Konto einen hälftigen Anspruch hat. Dabei kommt es auf die Herkunft der abgehobenen Beträge in diesem Zusammenhang nicht an, den § 430 BGB gilt unabhängig davon, von wem und aus welchen Mitteln das Kontoguthaben begründet oder weiterfinanziert worden ist. Bei Ehegatten sind hierfür während intakter Ehe vielfältige und für Dritte nicht einsehbare Motive denkbar, vergleiche BGH NJW 1990, Seite 705.

Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass das auf gemeinsamen Konten angespartes Vermögen beiden Ehegatten hälftig zusteht. Sie sollten deshalb dringend überdenken, ob diese gesetzliche Ausrichtung Ihren Vorstellungen bei Einrichtung des Kontos entspricht. Sollten Sie von dem Grundsatz der hälftigen Zugehörigkeit des Kontos abweichen wollen, empfehlen wir Ihnen dringend mit uns eine wirksame Vereinbarung mit Ihrem Ehepartner zu gestalten.

Wir schlagen vor, Ihre Rechte im Detail mit Ihnen zu beraten und geltend zu machen - bundesweit! Vereinbaren Sie hierzu einen Besprechungstermin, einen Telefontermin oder senden Sie uns eine Mail.


M. Peper
Fachanwältin für Erbrecht
Zertifizierte Mediatorin
Fachanwältin für Familienrecht

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