Digitaler Nachlass 2026 – Wer bekommt Zugriff auf WhatsApp, iCloud und Social-Media-Konten nach dem Tod?

Der digitale Nachlass ist inzwischen eines der meistdiskutierten Themen im modernen Erbrecht. In den Medien wird derzeit intensiv darüber gesprochen, was nach dem Tod mit E-Mails, WhatsApp-Chats, Facebook-Profilen, Online-Banking, Cloud-Speichern und digitalen Fotos geschieht. Wir erleben täglich in unserer Praxis, dass Familien nicht nur um Immobilien, Bankguthaben und Schmuck streiten, sondern zunehmend um digitale Zugänge, gespeicherte Daten, Erinnerungsfotos und Unterlagen im Netz. Während das deutsche Erbrecht traditionell darauf ausgerichtet ist, Vermögenswerte „greifbar“ zu vererben, steht die Rechtsordnung nun vor der Herausforderung, auch digitale Lebensbereiche zuverlässig in die Nachlassplanung einzubeziehen.

Warum der digitale Nachlass so wichtig ist

Wir sehen, dass digitale Zugänge heute nicht nur emotionale Bedeutung haben, sondern auch erheblichen wirtschaftlichen Wert. In iClouds und E-Mail-Konten befinden sich Rechnungen, Verträge, Zugangsdaten zu Depots, Kryptowährungen, Abonnements und geschäftliche Kommunikation. Gleichzeitig steht die Familie oft vor der belastenden Situation, dass sie keinen Zugriff erhält, Passwörter fehlen und Online-Dienste den Zugang verweigern. Genau hier beginnen Unsicherheiten, Streitigkeiten und in vielen Fällen langwierige Auseinandersetzungen. Wer nichts geregelt hat, hinterlässt seinen Angehörigen nicht selten ein digitales Chaos. Deshalb sprechen Medien und Fachwelt zurecht darüber, dass „Erbrecht heute digital gedacht werden muss“.

Was Betroffene jetzt konkret beachten sollten

Wir raten dazu, digitale Zugänge genauso ernst zu nehmen wie Testament, Erbvertrag und Vermögensaufteilung. Wer heute verantwortungsvoll vorsorgt, denkt an Online-Konten, hinterlegte Passwörter, Zugriffsberechtigungen, Cloud-Daten, Social-Media-Profile und digitale Verträge. Ohne klare Regelungen kann der Nachlass nicht vollständig verwertet werden, Erinnerungen bleiben unzugänglich und wichtige Dokumente gehen verloren. Für Patchwork-Familien, Unternehmer, Selbstständige und Familien mit Kindern ist das Thema besonders sensibel, weil digitale Daten häufig eng mit wirtschaftlichen Entscheidungen und familiären Interessen verbunden sind. Traditionell galt: „Was schriftlich sauber geregelt ist, sorgt für Frieden.“ Genau dieser Grundsatz muss heute auch für digitale Werte gelten.

Digitaler Nachlass ist Familienrecht und Erbrecht zugleich

Der digitale Nachlass betrifft nicht nur das Erbrecht, sondern häufig auch das Familienrecht. Eltern fragen uns, ob sie Zugriff auf die Konten verstorbener Kinder erhalten. Ehegatten streiten darüber, wer was sehen, verwalten oder löschen darf. Auch bei Trennung und Scheidung spielt die Frage digitaler Daten inzwischen eine Rolle, weil Online-Accounts und gespeicherte Inhalte emotional und praktisch von großer Bedeutung sind. Wir erleben, dass Familien in dieser ohnehin schweren persönlichen Situation zusätzliche Belastungen erfahren, wenn digitale Zugänge blockiert sind. Darum ist es klug, rechtzeitig Vorsorge zu treffen und klare, rechtssichere Regelungen zu schaffen.

Unsere Empfehlung

Wir empfehlen eine durchdachte Nachlassplanung, die klassische Werte und digitale Lebensrealität miteinander verbindet. Wer vorsorgt, schützt seine Familie, verhindert Streit, bewahrt Erinnerungen und schafft Klarheit. Wir begleiten Sie dabei juristisch fundiert, verständlich und mit Blick auf bewährte, sichere Lösungen.

Als Fachanwälte für Erbrecht und Fachanwälte für Familienrecht stehen wir Ihnen kompetent zur Seite. Wir bieten Ihnen eine kostenfreie Ersteinschätzung an und sind täglich bis 22:00 Uhr telefonisch erreichbar. Wenn Sie Ihre digitale und klassische Nachlassplanung rechtssicher gestalten möchten, sprechen Sie uns an – wir beraten Sie individuell, zuverlässig und mit der Erfahrung einer spezialisierten Kanzlei.

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Pflichtteilsrecht und Belegvorlage – Was das OLG München zur Reichweite des Auskunftsanspruchs entschieden hat

Wir möchten mit diesem Beitrag erläutern, welche Bedeutung die Entscheidung des Oberlandesgerichts München vom 23. August 2021 für die Pflichtteilsberechnung hat und wie sie sich in die gefestigte Rechtsprechung einfügt. Als Fachanwälte für Erbrecht begegnen wir in unserer täglichen Beratung immer wieder der Frage, welche Unterlagen ein Erbe dem Pflichtteilsberechtigten vorlegen muss. Die Entscheidung des OLG München gibt hierzu eine klare und praxisnahe Orientierung.

Rechtlicher Hintergrund des Auskunftsanspruchs nach § 2314 BGB

Wir wissen aus unserer erbrechtlichen Praxis, dass der Pflichtteilsanspruch ein reiner Geldanspruch ist, dessen Höhe sich aus dem Verkehrswert des Nachlasses zum Zeitpunkt des Erbfalls ergibt. Damit der Pflichtteilsberechtigte seinen Anspruch berechnen kann, gewährt ihm das Gesetz einen weitreichenden Auskunftsanspruch. Nach § 2314 Absatz 1 Satz 1 BGB heißt es:

„Der Pflichtteilsberechtigte kann von dem Erben die Errichtung eines Verzeichnisses über den Bestand des Nachlasses verlangen.“
Der Gesetzgeber verweist hierfür in § 2314 Absatz 1 Satz 3 BGB ergänzend auf § 260 BGB.

Dort findet sich der grundlegende Inhalt des Auskunftsanspruchs:

„Wer über ein Vermögen Auskunft zu erteilen hat, hat ein Verzeichnis über die einzelnen Vermögensgegenstände vorzulegen.“
Wir halten fest, dass das Gesetz gerade keine Pflicht zur Belegvorlage enthält. Diese gesetzliche Schweigezone bildet den Ausgangspunkt der Entscheidung des OLG München.

Der entschiedene Fall und die tragenden Erwägungen des Gerichts

Im entschiedenen Fall verlangte der Sohn der Erblasserin vom überlebenden Ehemann als Alleinerben nicht nur die Auskunft über den Nachlassbestand, sondern auch die Vorlage verschiedener Belege. Das Landgericht hatte diese Belegvorlage teilweise zugesprochen. Das OLG München hob diese Entscheidung jedoch auf, weil eine allgemeine Belegvorlagepflicht nicht besteht.

Das Oberlandesgericht begründet seine Entscheidung in konsequenter Orientierung am Gesetz. Es stellt klar, dass weder § 2314 BGB noch § 260 BGB eine generelle Belegvorlage vorsehen. Wir sehen darin eine konsequente Rückbesinnung auf den Wortlaut der Normen, wie sie seit jeher verstanden wurden. Das Gericht verweist zudem auf den Vergleich mit dem Zugewinnausgleichsrecht. Dort enthält § 1379 BGB eine ausdrückliche Belegvorlagepflicht. Das Fehlen eines solchen Zusatzes im Pflichtteilsrecht deutet aus Sicht des Gerichts eindeutig darauf hin, dass der Gesetzgeber eine solche Pflicht gerade nicht gewollt hat.

Die Ausnahmefälle der Rechtsprechung

Wir schätzen die Entscheidung besonders, weil sie den seit vielen Jahren anerkannten Grundsatz der Rechtsprechung bestätigt, dass eine Belegvorlage nur in eng begrenzten Ausnahmefällen verlangt werden kann. Solche Ausnahmefälle bestehen etwa dann, wenn sich ohne Vorlage bestimmter Unterlagen der Wert eines Nachlassgegenstandes überhaupt nicht feststellen lässt. Dies betrifft vor allem Nachlässe, in denen ein Unternehmen vorhanden ist, weil die Unternehmensbewertung ohne Jahresabschlüsse, Bilanzen oder betriebswirtschaftliche Auswertungen regelmäßig nicht möglich ist.

Das Oberlandesgericht München betont jedoch ausdrücklich, dass im entschiedenen Fall keine solche besondere Konstellation vorlag. Die im Nachlass befindlichen verpachteten Grundstücke konnten anhand der üblichen Bewertungsmethoden beurteilt werden, ohne dass die Pachtverträge selbst vorgelegt werden mussten. Ebenso sah das Gericht keine Veranlassung, dem Beklagten die Vorlage von Erbschaftsteuerunterlagen oder Vollmachten aufzuerlegen.

Das Urteil im Überblick

Oberlandesgericht München, Urteil vom 23. August 2021 – Az. 33 U 325/21
Link zur Entscheidungsbesprechung: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2021-N-27467?hl=true
Kernaussage in zwei Sätzen: Das OLG München stellt klar, dass § 2314 BGB keine allgemeine Pflicht zur Belegvorlage enthält und der Pflichtteilsberechtigte lediglich Anspruch auf Auskunft über den Nachlassbestand hat. Eine Belegvorlage kommt nur in echten Ausnahmefällen in Betracht, wenn eine Bewertung ohne Unterlagen unmöglich wäre.

Rechtsfolgen für Pflichtteilsberechtigte und Erben

Wir stellen aus anwaltlicher Sicht fest, dass dieses Urteil für beide Seiten des Pflichtteilsverhältnisses eine wichtige Leitlinie darstellt. Pflichtteilsberechtigte behalten ihren umfassenden Anspruch auf Auskunft, müssen sich aber darauf einstellen, nicht automatisch Einsicht in jede Art von Unterlagen zu erhalten. Erben wiederum können sich auf den Schutz ihrer Privatsphäre berufen und müssen Belege nur dann vorlegen, wenn sich der Wert eines Nachlassgegenstandes ohne diese Unterlagen tatsächlich nicht ermitteln lässt.

Diese Linie entspricht der traditionellen Auslegung des Pflichtteilsrechts, das seit jeher einen Ausgleich zwischen den Informationsbedürfnissen der Pflichtteilsberechtigten und dem Schutz der persönlichen Lebensverhältnisse des Erblassers schaffen soll. Wir sehen darin ein ausgewogenes und bewährtes Verständnis, das eine übermäßige Belastung des Erben vermeidet und dennoch eine korrekte Berechnung des Pflichtteils gewährleistet.

Unser Fazit

Wir begrüßen die Entscheidung des OLG München, weil sie Klarheit schafft und die langjährige Rechtsprechung bestätigt. Die Belegvorlage bleibt die Ausnahme, nicht die Regel. Das Urteil zeigt, dass die Pflicht zur Auskunft nach § 2314 BGB ihren Schwerpunkt im Nachlassverzeichnis hat und nicht in der Dokumentenoffenlegung. Für die anwaltliche Praxis im Erbrecht ist dies ein bedeutsiges Signal, das Rechtsfrieden schafft und Streitpotenzial reduziert.

Wenn Sie Pflichtteilsansprüche durchsetzen oder sich als Erbe gegen überzogene Forderungen verteidigen müssen, beraten wir Sie gerne umfassend und kompetent. Wir sind täglich bis 22 Uhr telefonisch erreichbar und bieten eine kostenfreie Ersteinschätzung an.

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Pflichtteil trotz Familienkrach – erbt das entfremdete Kind?“

Viele Eltern erleben in der heutigen Zeit, dass der Kontakt zu einem erwachsenen Kind über Jahre hinweg abbricht, sich das Verhältnis zunehmend verhärtet und selbst grundlegende familiäre Bande kaum noch bestehen. Die Frage, ob ein solcher Kontaktabbruch den Pflichtteilsanspruch mindern oder sogar ausschließen kann, beschäftigt zunehmend auch die öffentliche Diskussion. Juristisch bleibt jedoch zu betonen, dass das Pflichtteilsrecht tief in der deutschen Rechtsordnung verwurzelt ist und bewusst einen starken Schutz bietet. Der Gesetzgeber sah immer vor, dass Kinder als engste Angehörige selbst dann einen Mindestanteil am Nachlass erhalten, wenn sie im Testament übergangen werden. Nach § 2303 Abs. 1 Satz 1 BGB gilt ausdrücklich, dass einem Abkömmling, der durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen wurde, der Pflichtteil zusteht, der in der Hälfte des gesetzlichen Erbteils besteht. Dieses Recht knüpft nicht an die Qualität der familiären Beziehung an, sondern an die Abstammung.

Wer also ein Kind testamentarisch enterbt, bewirkt zunächst lediglich dessen Ausschluss aus der Erbfolge; der Pflichtteilsanspruch bleibt davon unberührt. Dieser Anspruch kann nur dann entzogen werden, wenn ein gesetzlich geregelter Grund vorliegt. § 2333 Abs. 1 BGB nennt die hierfür erforderlichen Tatbestände und macht deutlich, wie eng der Gesetzgeber diese Ausnahmen gefasst hat. Eine Pflichtteilsentziehung setzt schwere Verfehlungen voraus, etwa wenn das Kind dem Erblasser nach dem Leben trachtet, es körperlich misshandelt, sich eines schweren Vermögensdelikts schuldig macht oder die gesetzliche Unterhaltspflicht böswillig verletzt. Der bloße Abbruch des Kontakts, persönliche Distanz, Kränkungen oder ein langjähriger familiärer Zerwürfnis reichen dafür nicht aus. Selbst erhebliche Enttäuschungen oder moralische Verletzungen erfüllen die gesetzlichen Anforderungen nicht.

In der Praxis führt diese Rechtslage häufig zu Überraschungen. Viele Eltern glauben, ein Testament reiche aus, um ein entfremdetes Kind vollständig vom Nachlass auszuschließen. Tatsächlich entsteht jedoch eine Vermögensposition, die unmittelbar mit dem Erbfall entsteht und die der enterbte Abkömmling durch Auskunfts- und Zahlungsansprüche gegen die Erben durchsetzen kann. Nach § 2314 BGB kann ein Pflichtteilsberechtigter sogar ein detailliertes Nachlassverzeichnis verlangen und notfalls die Erstellung durch einen Notar erzwingen. Das bedeutet, dass selbst ein Kind, zu dem keinerlei Kontakt mehr besteht, umfassende Einblicke in die Vermögensverhältnisse des Erblassers erhält und seinen Anspruch rechtlich geltend machen kann.

Vor diesem Hintergrund ist eine sorgfältige Nachlassplanung unerlässlich, wenn Konflikte bestehen oder Wert darauf gelegt wird, bestimmte Vermögensstrukturen zu schützen. Eine juristisch präzise Gestaltung des Testaments, ergänzt durch lebzeitige Übertragungen, Nießbrauchsrechte oder Pflichtteilsreduktionsstrategien, kann helfen, Streit zu reduzieren und zugleich sicherzustellen, dass der Nachlass nicht entgegen dem letzten Willen verteilt wird. In seltenen Fällen kommt auch eine Pflichtteilsentziehung in Betracht, doch diese muss nach § 2336 BGB im Testament klar und nachvollziehbar begründet werden, damit sie einer gerichtlichen Überprüfung standhält. Fehlende oder unzureichende Begründungen führen schnell zur Unwirksamkeit, sodass der Pflichtteil trotz gegenteiliger Absicht bestehen bleibt.

Wir empfehlen daher, frühzeitig Ordnung in die erbrechtliche Gestaltung zu bringen. Wer Wert auf klare Vermögensverhältnisse legt, sollte sich umfassend beraten lassen und die individuelle familiäre Situation, die rechtlichen Grenzen sowie mögliche Alternativen genau prüfen. So lässt sich vermeiden, dass ein entfremdetes Kind kraft Gesetzes Ansprüche erhält, die dem Willen des Erblassers widersprechen. Wir begleiten Sie mit der nötigen Diskretion und Erfahrung, um rechtssichere Lösungen zu entwickeln, die auch in emotional belasteten Familiensituationen Bestand haben und den Nachlass zuverlässig schützen.

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Scheidung und Erbe: Geht mein Nachlass an den Ex? – Was Sie jetzt wissen müssen

Warum das Thema Erbrecht bereits während der Trennung höchste Bedeutung hat

In Zeiten einer angespannten Trennungssituation richtet sich die Aufmerksamkeit oft auf Unterhalt, Vermögen, die Wohnung und die Betreuung gemeinsamer Kinder. Häufig übersehen wird jedoch die erbrechtliche Dimension, die gerade während eines laufenden Scheidungsverfahrens erhebliche Risiken birgt. Es gehört zu den klassischen, immer wieder bestätigten Grundsätzen unseres Erbrechts, dass das gesetzliche Ehegattenerbrecht erst mit der rechtskräftigen Scheidung erlischt. Solange die Ehe lediglich getrennt gelebt oder die Scheidung lediglich beantragt ist, bleibt der Ehegatte erbberechtigt. Dies führt regelmäßig zu überraschenden und mitunter dramatischen Folgen, insbesondere, wenn der Erblasser in der Trennungsphase verstirbt und sein Vermögen dadurch in die Hände des getrenntlebenden Ehegatten fällt.

Der Gesetzesbefund: Ehegatten bleiben bis zur Rechtskraft der Scheidung gesetzliche Erben

Das gesetzliche Erbrecht des Ehegatten ergibt sich aus § 1931 Absatz 1 BGB, der bestimmt: „Der überlebende Ehegatte des Erblassers ist neben Verwandten der ersten Ordnung zu einem Viertel als gesetzlicher Erbe berufen.“ Dieses Erbrecht bleibt unberührt, solange die Ehe nicht rechtskräftig geschieden ist. Die bloße Trennung ändert daran nichts. Selbst ein seit Jahren getrenntlebender Ehegatte behält daher seinen gesetzlichen Erbanspruch, solange kein endgültiger Auflösungsakt der Ehe erfolgt ist.

Die einzige gesetzliche Ausnahme enthält § 1933 BGB, der ausdrücklich regelt: „Das Erbrecht des überlebenden Ehegatten ist ausgeschlossen, wenn im Zeitpunkt des Todes die Voraussetzungen für die Scheidung der Ehe gegeben waren und der Erblasser die Scheidung beantragt oder ihr zugestimmt hatte.“ Diese Vorschrift greift jedoch nur dann ein, wenn die Voraussetzungen der Scheidung tatsächlich vorlagen und ein Scheidungsantrag gestellt oder die Zustimmung erklärt worden war. Die Erfahrung zeigt, dass diese Hürde in der Praxis häufig zu spät oder nicht vollständig erfüllt wird, weil es an der rechtzeitigen Antragstellung oder an der gerichtlichen Dokumentation des Scheiterns fehlt. Erst wenn alle tatbestandlichen Voraussetzungen erfüllt sind, entfällt das gesetzliche Ehegattenerbrecht kraft Gesetzes.

Warum auch ein Testament den Ehegatten nicht immer ausschließt

Viele Mandanten nehmen an, dass ein Testament, das den Ehegatten nicht mehr berücksichtigt, automatisch wirksam ist und das Erbrecht des getrenntlebenden Partners beseitigt. Wir müssen jedoch immer wieder klarstellen, dass ein solches Testament lediglich die Erbenstellung beeinflusst, jedoch nicht die Pflichtteilsrechte beseitigt. Der Ehegatte bleibt nämlich nach § 2303 Absatz 1 Satz 2 BGB pflichtteilsberechtigt, solange die Scheidung nicht rechtskräftig ist und § 1933 BGB nicht eingreift. Der Pflichtteilsanspruch beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und richtet sich als reiner Geldanspruch unmittelbar gegen die Erben.

Dies bedeutet in der Praxis, dass der getrenntlebende Ehegatte selbst dann erhebliche Beträge verlangen kann, wenn er im Testament ausdrücklich ausgeschlossen wurde. Ohne rechtzeitige erbrechtliche Gestaltung lässt sich dies kaum verhindern. Wir beobachten häufig, dass der Pflichtteil des Ex-Partners eine erhebliche Belastung des Nachlasses darstellt und zudem in Konfliktsituationen zu erheblichen Auseinandersetzungen unter den Hinterbliebenen führt.

Was geschieht im offenen Scheidungsverfahren? – Rechtslage zwischen Antrag und Rechtskraft

Wenn sich die Eheleute im Scheidungsverfahren befinden, führt dies noch nicht zum Entfall des Ehegattenerbrechts. Erst die Rechtskraft der Scheidung beendet das gesetzliche Erbrecht vollständig. Bis dahin gilt der getrenntlebende Ehegatte unverändert als Erbe. Der Gesetzgeber wollte damit die Ehe bis zum formellen Abschluss schützen und hat daher eine klare Zäsur vorgesehen: Solange kein rechtskräftiges Urteil vorliegt, bleibt das Erbrecht bestehen. Das gilt selbst dann, wenn die Ehe seit Jahren zerrüttet ist, keine gemeinsame Lebensführung mehr besteht oder schwerwiegende Konflikte herrschen.

Der entscheidende Punkt liegt deshalb darin, ob § 1933 BGB eingreift. Diese Vorschrift verlangt, dass die Ehe objektiv geschieden werden könnte und der Erblasser den Scheidungsantrag gestellt oder der Scheidung zugestimmt hat. Wir stellen immer wieder fest, dass diese Fallkonstellation nur dann zuverlässig dokumentiert ist, wenn der Scheidungsantrag bereits beim Familiengericht eingegangen ist oder die Zustimmung des Ehegatten schriftlich erklärt wurde. Ohne eine klare Antragstellung bleibt der überlebende Ehegatte weiterhin erbberechtigt. Viele Betroffene vertrauen darauf, dass „Getrenntleben“ die erbrechtliche Bindung auflöst. Tatsächlich aber bleibt die Ehe rechtlich bestehen – und mit ihr das gesetzliche Erbrecht.

Die Bedeutung der güterrechtlichen Stellung – zusätzliche Ansprüche des Ehegatten

Neben dem Erbrecht selbst spielt während der Trennung auch der Güterstand eine wesentliche Rolle. Lebt das Ehepaar in einer Zugewinngemeinschaft, hat der überlebende Ehegatte im Erbfall zusätzlich Anspruch auf den pauschalen Zugewinnausgleichserhöhungsbetrag nach § 1371 Absatz 1 BGB, sofern die Ehe nicht rechtskräftig geschieden war. Diese Norm bestimmt: „Wird der Güterstand der Zugewinngemeinschaft durch den Tod eines Ehegatten beendet, so erhöht sich der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten um ein Viertel.“ Damit erhalten Ehegatten nicht nur ihr gesetzliches Erbrecht, sondern zugleich einen erbrechtlichen Vorteil aus dem Güterstand, der sich zu ihren Gunsten erheblich auswirken kann. In vielen Fällen führt dies dazu, dass der getrenntlebende Ehepartner insgesamt einen erheblichen Teil des Nachlasses erhält.

Gerade in Trennungsphasen kann dies zu Ergebnissen führen, die dem wirklichen Willen des Erblassers diametral widersprechen. Die Erfahrung zeigt, dass diese Rechtsfolgen vielen Betroffenen nicht bewusst sind und dass sie erst nach einem Todesfall sichtbar werden, wenn es für eine Gestaltung zu spät ist.

Wie Sie Ihr Vermögen rechtzeitig schützen – klassische Strategien und bewährte Vorsorge

Wir raten unseren Mandanten seit jeher, die erbrechtliche Gestaltung nicht auf die Zeit nach der Scheidung zu verschieben, sondern bereits am Beginn oder während der Trennungsphase aktiv zu werden. Ein klar formuliertes Testament, das den getrenntlebenden Ehegatten enterbt, schafft erste Sicherheit. Allerdings ersetzt dies nicht die Notwendigkeit, sich mit § 1933 BGB auseinanderzusetzen, da Pflichtteilsrechte nur entfallen, wenn die Voraussetzungen dieser Norm erfüllt sind. Deshalb gehört es zu einer vorausschauenden Nachlassplanung, den Scheidungsantrag frühzeitig zu stellen, Beweise für das Scheitern der Ehe zu sichern und die verfahrensrechtliche Dokumentation sicherzustellen.

Wir empfehlen zugleich, im Testament präzise zu regeln, wer als Erbe eingesetzt wird, wie der Nachlass verwaltet werden soll und welche Personen anstelle des Ehegatten bedacht werden. Auch ergänzende Anordnungen, wie Testamentsvollstreckung oder Vor- und Nacherbschaften, können sinnvoll sein, um den Einfluss des getrenntlebenden Partners vollständig auszuschließen.

Fazit: Erbrecht und Scheidung gehören untrennbar zusammen – handeln Sie rechtzeitig

Die Verbindung von Scheidungsrecht und Erbrecht führt häufig zu Ergebnissen, die ohne rechtliche Beratung kaum vorhersehbar sind. Wer während einer Trennungsphase nichts regelt, riskiert, dass der getrenntlebende Ehegatte trotz zerrütteter Beziehung erhebliche Teile des Vermögens erhält. Nach klassischem Verständnis ist die vorausschauende Gestaltung des Nachlasses ein wesentlicher Bestandteil der persönlichen Vorsorge und schützt sowohl Angehörige als auch das Vermögen selbst.

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Erhält der Pflichtteilberechtigte einen Ausgleich für belohnende Schenkungen des Erblasser?

Das Pflichtteilsrecht gehört seit jeher zu den sensibelsten Bereichen des deutschen Erbrechts. Immer dann, wenn ein Erblasser zu Lebzeiten Zuwendungen an einzelne Angehörige vornimmt, stellt sich die Frage, ob diese Beträge im Erbfall zu berücksichtigen sind und den Pflichtteil der übrigen Berechtigten erhöhen. Besonders bedeutsam ist die Konstellation der sogenannten remuneratorischen Schenkung, also einer Zuwendung, die aus Dankbarkeit oder zur Anerkennung außergewöhnlicher Leistungen erfolgt und nicht bloß unentgeltlich gewährt wird. Wir erläutern, warum diese Form der Zuwendung erbrechtlich eine Sonderstellung einnimmt und weshalb sie häufig keine Pflichtteilsergänzung nach sich zieht.

1. Wesen und rechtliche Einordnung der remuneratorischen Schenkung

Die remuneratorische Schenkung entstammt einer klassischen Rechtsauffassung, nach der Zuwendungen, die sittliche Pflichten oder besondere Leistungen anerkennen, nicht vollständig als unentgeltlich gelten. Juristischer Ausgangspunkt bleibt § 516 Absatz 1 BGB, der bestimmt: „Eine Zuwendung, durch die jemand aus seinem Vermögen einen anderen bereichert und beide Teile darüber einig sind, dass die Zuwendung unentgeltlich erfolgt.“ Genau an diesem Merkmal setzt die rechtliche Einordnung an. Bei einer belohnenden Zuwendung liegt keine reine Unentgeltlichkeit vor, weil der Erblasser die Anerkennung für außergewöhnliche Hilfe, Pflege oder organisatorische Unterstützung zum Ausdruck bringen will. Die Einordnung hängt daher stets davon ab, ob das Motiv der Dankbarkeit oder der Charakter einer vergütungsähnlichen Leistung im Vordergrund steht.

Wir greifen in unserer Beratung auf bewährte Grundsätze zurück: Je intensiver und außergewöhnlicher die erbrachte Leistung war und je stärker die Zuwendung als Ausgleich oder Anerkennung zu verstehen ist, desto eher wird eine remuneratorische Schenkung angenommen. Sie steht zwischen Schenkung und Entgelt und ist aus diesem Grund nur eingeschränkt pflichtteilsergänzungspflichtig.

2. Bedeutung im Pflichtteilsrecht und gesetzliche Grundlagen

Pflichtteilsberechtigte – insbesondere Abkömmlinge und Ehegatten – haben nach § 2303 BGB Anspruch auf einen Mindestanteil am Nachlass, wenn sie von der Erbfolge ausgeschlossen wurden. Das Pflichtteilsergänzungsrecht nach § 2325 BGB schützt zudem vor einer Aushöhlung des Pflichtteils, indem es lebzeitige Schenkungen des Erblassers hinzurechnet. § 2325 Absatz 1 BGB lautet: „Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird.“ Die Vorschrift greift jedoch nur, wenn tatsächlich eine Schenkung im rechtlichen Sinn vorliegt. Ist die Zuwendung dagegen eine angemessene Anerkennung für erhebliche Leistungen des Empfängers, handelt es sich nicht um eine unentgeltliche Zuwendung, sodass der Pflichtteil unverändert bleibt.

Wir stellen in unserer Praxis immer wieder fest, dass diese Frage für die wirtschaftliche Verteilung des Nachlasses von erheblicher Bedeutung ist. Insbesondere dort, wo ein Angehöriger jahrelang gepflegt oder organisatorisch unterstützt hat, kann die Anerkennungsleistung erheblich sein und damit eine Ausklammerung aus dem pflichtteilsergänzungsrelevanten Bereich rechtfertigen.

3. Dank oder Entgelt – die Leitlinien der Rechtsprechung

Der Bundesgerichtshof hat im Urteil vom 11. Februar 1998 – IV ZR 65/97 – eine bis heute maßgebliche Linie vorgegeben. In dieser Entscheidung heißt es, dass eine Zuwendung, die „als angemessene Belohnung für erhebliche, über bloße familiäre Hilfe hinausgehende Leistungen erfolgt, keine Schenkung im Sinne des § 2325 BGB ist.“ Der BGH betont in zwei Sätzen, dass außergewöhnliche Leistungen, die weit über den familiären Beistand hinausgehen, eine sittliche Pflicht begründen können und die darauf basierende Zuwendung deshalb nicht als unentgeltlich gilt. Zugleich wird hervorgehoben, dass der Zweck der Pflichtteilsergänzung nicht darin besteht, echte Anerkennungsleistungen zu entwerten. Weiterführende Erläuterung: dejure.org – IV ZR 65/97.

Diese Entscheidung hat sich in der Praxis bewährt und bildet seit Jahrzehnten eine feste Grundlage für die Abgrenzung. Wir orientieren uns stets an der Frage, ob die Leistung des Empfängers eine solche Intensität erreicht, dass eine Vergütungsnähe anzunehmen ist. Dabei spielt eine Rolle, ob Pflegeleistungen über Jahre erbracht wurden, ob berufliche Tätigkeiten aufgegeben wurden oder ob erhebliche persönliche Einschränkungen hingenommen wurden.

4. Beispiel aus der Praxis – die typische Fallkonstellation

Ein Sohn übernimmt über einen langen Zeitraum die umfassende Pflege seiner Mutter. Er gibt berufliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, lebt von eigenen Ersparnissen und übernimmt täglich Aufgaben, die in vergleichbaren Fällen professionelle Pflegedienste ausführen würden. Als Anerkennung überträgt die Mutter ihm kurz vor ihrem Tod 100.000 Euro. Nach dem Erbfall verlangen die Geschwister eine Pflichtteilsergänzung. Entscheidend ist in einem solchen Fall, ob die Zahlung im Verhältnis zu den erbrachten Leistungen steht und als Anerkennung einer sittlichen Pflicht verstanden werden muss. Wenn dieser Zusammenhang nachweisbar ist – etwa durch Aussagen der Mutter, Schriftstücke oder objektive Lebensumstände –, handelt es sich um eine remuneratorische Schenkung, die keine Erhöhung des Pflichtteils der Geschwister nach sich zieht. Der Sohn behält die Zuwendung, ohne dass der Betrag dem fiktiven Nachlass zugerechnet wird.

5. Schwierigkeiten der Abgrenzung und Anforderungen an den Nachweis

In der Praxis ist die Einordnung oft komplex, weil der Wille des Erblassers maßgeblich ist und häufig nicht ausdrücklich dokumentiert wurde. Wir sehen in zahlreichen Fällen, dass Streit entstehen kann, wenn keine klaren Festlegungen getroffen wurden oder die Umstände mehrdeutig sind. Der objektive Lebenssachverhalt, das Verhalten des Erblassers, schriftliche Hinweise in Testamenten oder Notizen sowie Zeugenaussagen spielen eine wesentliche Rolle. Gerade in Familien ist es oft schwierig, zwischen üblicher Unterstützung und außergewöhnlicher Leistung zu unterscheiden. Wir stellen fest, dass Gerichte regelmäßig auf den Umfang, die Dauer und die Intensität der erbrachten Leistung abstellen und prüfen, ob eine bloße familiäre Hilfe deutlich überschritten wurde.

6. Unsere Empfehlung – Gestaltungssicherheit durch klare Dokumentation

Um spätere Auseinandersetzungen zu verhindern, empfehlen wir, die Beweggründe einer solchen Zuwendung frühzeitig und eindeutig festzuhalten. Der Erblasser kann den Dank und die Anerkennung in einem Begleitschreiben zur Zuwendung, in einem Schenkungsvertrag oder in einer testamentarischen Erklärung schriftlich begründen. Auch Vereinbarungen über den Umfang der erbrachten Leistungen können helfen, den Charakter der Zahlung nachzuweisen. Diese klare Dokumentation ermöglicht eine rechtssichere Einordnung im Erbfall und schützt sowohl den Begünstigten als auch die übrigen Angehörigen vor Streit und finanziellen Belastungen.

Fazit – Anerkennung besonderer Leistungen ohne Pflichtteilserhöhung

Die remuneratorische Schenkung stellt einen wichtigen Ausnahmebereich im Pflichtteilsergänzungsrecht dar. Sie würdigt Leistungen, die weit über das normale Maß familiärer Hilfe hinausgehen, und verhindert, dass echte Anerkennungszuwendungen durch Ergänzungsansprüche entwertet werden. Ob eine Zuwendung pflichtteilserhöhend wirkt oder nicht, hängt stets vom Einzelfall ab und sollte rechtzeitig rechtssicher festgehalten werden. Wir beraten Sie umfassend zu den rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten, prüfen bestehende Zuwendungen und helfen Ihnen dabei, Streitigkeiten innerhalb der Familie von vornherein zu vermeiden.


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Belohnende Schenkung und Pflichtteil – droht eine Kürzung?

Kündigung erhalten? Was jetzt rechtlich zählt

Eine Kündigung trifft die meisten Arbeitnehmer ohne jede Vorbereitung und bringt das bisherige Berufsleben in kürzester Zeit ins Wanken. Oft geht es innerhalb eines einzigen Gesprächs von vermeintlicher Sicherheit hin zur Sorge um Einkommen, Lebensstandard und Zukunftsplanung. Die ersten Fragen drängen sich sofort auf: Ist diese Kündigung überhaupt wirksam, habe ich Anspruch auf eine Abfindung, kann ich bleiben oder muss ich gehen, welche Fristen gelten und was passiert, wenn ich nichts unternehme. In dieser Phase ist es entscheidend, nicht in Schockstarre zu verfallen, sondern die rechtlichen Möglichkeiten nüchtern zu prüfen und geordnet vorzugehen. Wir begleiten Mandanten seit vielen Jahren gerade in diesen ersten Tagen nach Zugang einer Kündigung und wissen, wie wichtig klare Orientierung und ein verlässlicher rechtlicher Rahmen sind.

Das deutsche Arbeitsrecht schützt Arbeitnehmer seit jeher in besonderer Weise. Nach dem Kündigungsschutzgesetz darf ein Arbeitgeber ein Arbeitsverhältnis nicht beliebig beenden. Eine Kündigung ist nur dann sozial gerechtfertigt, wenn ein gesetzlich anerkannter Grund vorliegt. In § 1 Absatz 2 KSchG ist geregelt, dass eine Kündigung personenbedingt, verhaltensbedingt oder betriebsbedingt sein muss. Fehlt es an einem dieser anerkannten Gründe oder ist dieser nicht ausreichend nachweisbar, kann die Kündigung vor dem Arbeitsgericht angegriffen werden. Dieser Schutz greift, wenn das Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate besteht und der Betrieb in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt, wie sich aus § 1 Absatz 1 und § 23 KSchG ergibt. Daneben gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen des § 622 BGB, die sich mit zunehmender Betriebszugehörigkeit verlängern. Arbeitnehmer mit langer Betriebszugehörigkeit genießen daher zusätzlich einen zeitlichen Schutz, der ihnen Raum für Neuorientierung geben soll.

Gerade bei betriebsbedingten Kündigungen, bei Umstrukturierungen oder bei Konflikten über Leistung, Verhalten oder Zusammenarbeit eröffnen sich häufig Gestaltungsspielräume. Arbeitgeber sind in diesen Konstellationen oft bereit, über Abfindungen, Verlängerung der Kündigungsfristen oder die Ausgestaltung eines Aufhebungsvertrages zu verhandeln, um ein langwieriges Kündigungsschutzverfahren zu vermeiden. Wir nutzen diesen Rahmen, um bestehende Risiken zu analysieren und die rechtlich und wirtschaftlich sinnvollste Strategie zu entwickeln. Wichtig ist, diese Chancen frühzeitig zu ergreifen, da viele Rechte und Möglichkeiten von sehr kurzen Fristen abhängen.

Fristen, Formalitäten und erste Schritte nach Erhalt der Kündigung

Die wichtigste Regel lautet aus unserer Sicht seit jeher: innere Ruhe bewahren, aber rechtlich schnell und entschieden handeln. Wer eine Kündigung erhält, muss wissen, dass das Gesetz eine strenge Frist vorgibt. Nach § 4 KSchG muss eine Kündigungsschutzklage innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung beim zuständigen Arbeitsgericht eingehen. Versäumt der Arbeitnehmer diese Frist, gilt die Kündigung nach § 7 KSchG in der Regel als von Anfang an wirksam, selbst wenn sie objektiv rechtswidrig war. Es handelt sich um eine sogenannte Wirksamkeitsfiktion, die in der Praxis kaum rückgängig zu machen ist. Diese kurze Frist ist der Dreh- und Angelpunkt des gesamten weiteren Vorgehens.

In dieser kurzen Zeit prüfen wir für unsere Mandanten, ob die Kündigung überhaupt formell wirksam ist, ob ein Kündigungsgrund vorliegt und ob besondere Schutzvorschriften greifen. Eine Kündigung muss schriftlich erfolgen und eigenhändig von einer vertretungsberechtigten Person unterschrieben sein. Kündigungen per E Mail, Fax oder Messenger genügen diesen Formanforderungen nicht. Auch der Zugang beim Arbeitnehmer muss rechtlich korrekt erfolgen. Bereits an diesen Punkten scheitern in der Praxis nicht wenige Kündigungen. Hinzu kommt, dass bei größeren Betrieben der Betriebsrat vor jeder Kündigung ordnungsgemäß anzuhören ist. § 102 BetrVG verpflichtet den Arbeitgeber, den Betriebsrat zu informieren und dessen Stellungnahme abzuwarten. Fehler bei der Anhörung können die Kündigung unwirksam machen.

Neben der Prüfung der Wirksamkeit der Kündigung klären wir in dieser Phase, ob eine Weiterbeschäftigung in Betracht kommt, ob eine Abfindung sinnvoll verhandelt werden kann und welche wirtschaftlichen Folgen der Arbeitsplatzverlust konkret hat. Parallel ist es wichtig, sich frühzeitig bei der Agentur für Arbeit zu melden, um Nachteile beim Arbeitslosengeld zu vermeiden. Auch hier lauern in der Praxis Fallstricke, etwa bei verspäteter Meldung oder beim Abschluss eines nachteiligen Aufhebungsvertrages. Wir achten darauf, dass arbeitsrechtliche Schritte und sozialrechtliche Folgen im Einklang stehen.

Abfindung, Aufhebungsvertrag und Vergleich – wie sich Chancen nutzen lassen

Viele Arbeitnehmer gehen davon aus, dass sie im Falle einer Kündigung automatisch eine Abfindung erhalten. Dies entspricht jedoch nicht der gesetzlichen Grundregel. Ein gesetzlicher Anspruch besteht nur in engen Ausnahmefällen, etwa nach § 1a KSchG, wenn der Arbeitgeber im Kündigungsschreiben aus betriebsbedingten Gründen eine Abfindung anbietet und der Arbeitnehmer im Gegenzug auf eine Klage verzichtet. In der Praxis beruhen die meisten Abfindungszahlungen jedoch nicht auf einem gesetzlichen Anspruch, sondern auf Verhandlungen, häufig im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses. Arbeitgeber sind bereit, eine Abfindung zu zahlen, wenn sie damit das Risiko einer Rücknahme der Kündigung oder einer längeren Weiterbeschäftigung vermeiden können.

Als grobe Orientierung hat sich über die Jahre die bekannte Faustformel entwickelt, nach der eine Abfindung in Höhe eines halben Bruttomonatsgehalts pro Beschäftigungsjahr verhandelt werden kann. Dies ist jedoch kein Rechtsanspruch, sondern lediglich ein traditionsgemäß verwendeter Berechnungsmaßstab, der je nach Branche, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Familienstand, Schwerbehinderung und Prozessrisiko nach oben oder unten abweichen kann. Wir prüfen im Einzelfall, welches Prozessrisiko der Arbeitgeber tatsächlich trägt und wie sich dies in eine realistische Abfindungsforderung übersetzen lässt. Ziel ist stets, die wirtschaftliche Zukunft der Mandantschaft bestmöglich abzusichern und gleichzeitig zu vermeiden, dass es zu unnötig langen und belastenden Gerichtsverfahren kommt.

Ein Aufhebungsvertrag ist eine weitere Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich zu beenden. Er bietet Chance und Risiko zugleich. Auf der einen Seite können ein Beendigungszeitpunkt, eine Abfindung, ein qualifiziertes Arbeitszeugnis und Freistellungsregelungen frei ausgehandelt und verbindlich festgehalten werden. Auf der anderen Seite drohen bei unbedachter Gestaltung Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld, wenn die Bundesagentur für Arbeit von einem freiwilligen Verlust des Arbeitsplatzes ausgeht. Wir achten daher auf eine Formulierung, die die Interessen unserer Mandanten wahrt und unnötige sozialrechtliche Nachteile vermeidet. Bewährt hat sich eine klare vertragliche Regelung aller Ansprüche, insbesondere zu Resturlaub, Überstunden, variablen Vergütungen und Dienstwagen.

Besonderer Kündigungsschutz – wer Anspruch auf verstärkten Schutz hat

Neben dem allgemeinen Kündigungsschutz, der an Betriebsgröße und Dauer der Beschäftigung anknüpft, kennt das deutsche Recht einen besonderen Kündigungsschutz für bestimmte Personengruppen. Dieser Schutz ist Ausdruck einer seit langem gewachsenen Rechtsordnung, die besonders verletzliche Personenkreise absichern will. Dazu zählen schwangere Arbeitnehmerinnen und Mütter im Mutterschutz nach § 17 Mutterschutzgesetz, Arbeitnehmer in Elternzeit nach § 18 Bundeselterngeld und Elternzeitgesetz, schwerbehinderte Menschen nach § 168 SGB IX sowie Mitglieder des Betriebsrats nach § 15 KSchG. Auch Auszubildende genießen nach der Probezeit einen verstärkten Schutz nach § 22 Berufsbildungsgesetz.

In all diesen Fällen ist eine Kündigung nur in eng begrenzten Ausnahmefällen und häufig nur mit vorheriger Zustimmung einer Behörde möglich. Beim Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen etwa ist die Zustimmung des Integrationsamtes erforderlich. Eine ohne diese Zustimmung ausgesprochene Kündigung ist in der Regel unwirksam. Im Mutterschutz und in der Elternzeit ist eine Kündigung grundsätzlich verboten, es sei denn, eine Behörde lässt sie in seltenen Ausnahmefällen zu. Wir prüfen, ob einer dieser besonderen Schutztatbestände erfüllt ist, und können so nicht selten Kündigungen erfolgreich angreifen, die auf den ersten Blick rechtmäßig erscheinen.

Unsere anwaltliche Unterstützung – systematisch, geordnet und vorausschauend

Wir legen seit jeher Wert auf eine geordnete Vorgehensweise. Zu Beginn steht eine gründliche Sichtung aller Unterlagen, insbesondere des Arbeitsvertrags, etwaiger Zusatzvereinbarungen, Betriebsvereinbarungen, Abmahnungen und der Kündigung selbst. Wir analysieren die betriebliche Situation, die persönlichen Lebensumstände, mögliche Unterhaltspflichten und die Chancen am Arbeitsmarkt. Auf dieser Grundlage legen wir gemeinsam mit unseren Mandanten die Strategie fest, ob der Schwerpunkt auf der Rückkehr in den Betrieb, auf einer guten Abfindung oder auf einem möglichst reibungslosen Übergang in eine neue berufliche Tätigkeit liegen soll.

Im nächsten Schritt bereiten wir die Kündigungsschutzklage vor und reichen diese fristgerecht beim Arbeitsgericht ein, sofern dies angezeigt ist. Parallel treten wir in Verhandlungen mit dem Arbeitgeber, um eine tragfähige Lösung zu erreichen. Dabei wahren wir stets die Balance zwischen rechtlicher Klarheit und der Möglichkeit, das berufliche Netzwerk nicht unnötig zu belasten. Unsere Kommunikation mit dem Arbeitgeber ist sachlich, bestimmt und auf nachhaltige Lösungen ausgerichtet. Wir setzen Fristen, sichern Beweismittel und dokumentieren den gesamten Verlauf, um im Streitfall vorbereitet zu sein.

Kündigung als Chance für einen geordneten Neustart

So belastend eine Kündigung auch ist, sie kann zugleich den Auftakt zu einem Neuanfang bilden. Wer seine Rechte kennt, Fristen wahrt und professionellen Rat in Anspruch nimmt, steht am Ende häufig besser da, als es der erste Schock vermuten lässt. Eine gut verhandelte Abfindung, ein sorgfältig formuliertes Arbeitszeugnis und ein klarer Beendigungszeitpunkt schaffen die Grundlage dafür, die berufliche Zukunft selbstbewusst zu gestalten. Wir sehen unsere Aufgabe darin, diesen Übergang rechtlich abzusichern und menschlich zu begleiten.

Unsere Erfahrung zeigt, dass die größten Nachteile dort entstehen, wo Betroffene aus Unsicherheit untätig bleiben oder vermeintlich schnelle Lösungen unterschreiben, ohne deren Folgen zu kennen. Wer sich frühzeitig an einen spezialisierten Rechtsanwalt wendet, verbessert seine Verhandlungsposition deutlich, vermeidet Fehler und gewinnt vor allem eines zurück, was in dieser Situation besonders wichtig ist, nämlich Kontrolle und Orientierung.

Wir stehen Ihnen für eine erste rechtliche Einschätzung zur Verfügung und besprechen mit Ihnen persönlich, welche Schritte in Ihrem konkreten Fall sinnvoll sind. Auf dieser Basis können Sie fundierte Entscheidungen treffen und Ihre berufliche Zukunft mit klarer Perspektive planen.


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gez. M. Peper
Fachanwältin für Erbrecht
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Digitales Erbe & steigende Immobilienwerte – was Erben jetzt unbedingt beachten sollten“

Das moderne Erbrecht im Wandel – neue Fragen, bewährte Antworten

Das Erbrecht befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt. Technologische Entwicklungen, digitale Vermögensformen und veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen führen dazu, dass moderne Nachlassplanung heute wesentlich komplexer ist als noch vor wenigen Jahrzehnten. Während früher vor allem Bargeld, Sparvermögen und Immobilien vererbt wurden, stehen heute zusätzlich digitale Konten, Profile, Verträge und Werte im Raum, die in klassischen Testamenten häufig nicht berücksichtigt wurden. Gleichzeitig haben steigende Immobilienpreise und veränderte steuerliche Rahmenbedingungen neue Herausforderungen geschaffen, die rechtzeitig erkannt und in eine kluge Nachlassplanung eingebettet werden müssen. Trotz dieser neuen Entwicklungen bleibt das Erbrecht im Kern ein bewährtes System, das auf klaren gesetzlichen Grundsätzen beruht und die gerechte Vermögensverteilung über Generationen hinweg gewährleisten soll. Unsere Aufgabe besteht darin, diese modernen Fragestellungen mit den traditionellen Normen zu verbinden und daraus rechtssichere Lösungen zu entwickeln.

Das digitale Erbe – ein zunehmend unverzichtbarer Teil des Nachlasses

In nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens entstehen heute digitale Spuren, die einen wirtschaftlichen oder ideellen Wert haben können. Cloud-Speicher, E-Mail-Konten, Social-Media-Profile, digitale Abonnements, Online-Banking-Zugänge und Kryptowährungen sind für viele Menschen selbstverständliche Bestandteile ihres Alltags geworden. Was zu Lebzeiten bequem und praktisch ist, wird nach dem Tod eines Menschen jedoch häufig zum rechtlichen Problem, wenn Angehörige keinen Zugang zu diesen Daten haben, laufende Verträge nicht beenden können oder nicht wissen, welche Werte im digitalen Raum existieren. Genau an dieser Stelle greift der Grundsatz der Gesamtrechtsnachfolge, wie ihn § 1922 Abs. 1 BGB seit jeher unverändert vorgibt. Die Vorschrift bestimmt, dass mit dem Tod einer Person ihr gesamtes Vermögen, und damit auch alle Rechte und Pflichten, auf die Erben übergeht. Damit ist gesetzlich eindeutig festgelegt, dass auch digitale Vermögenswerte, Profile und Vertragsverhältnisse automatisch in den Nachlass fallen.

Diese rechtliche Zuordnung bedeutet nicht nur, dass digitale Konten zu verwalten sind, sondern auch, dass Verträge, Abonnements oder Mitgliedschaften weiterlaufen, bis sie aktiv beendet werden. In der Praxis führt das ohne klare Nachlassregelung oft zu erheblichen Belastungen für die Angehörigen, weil Plattformbetreiber aus Sicherheitsgründen den Zugriff verweigern, Passwörter nicht bekannt sind oder die Familie nicht weiß, welche Konten existieren. Deshalb empfehlen wir, den digitalen Nachlass als festen Bestandteil der Vorsorge zu behandeln. Bereits im Testament oder durch eine ergänzende digitale Nachlassverfügung lässt sich genau bestimmen, wer Zugang zu welchen Daten erhält, wie Profile verwaltet werden sollen und welche Werte einer besonderen Schutzwürdigkeit unterliegen. Die Digitalisierung macht es zudem notwendig, diese Regelungen mit Vorsorgevollmachten zu kombinieren, damit auch im Fall schwerer Krankheit eine handlungsfähige Person berechtigt ist, digitale Verträge zu beenden oder zu verwalten. Eine solche Kombination aus traditioneller Testamentserstellung und moderner digitaler Vorsorge schafft Klarheit und verhindert jahrelange Auseinandersetzungen mit Dienstanbietern.

Immobilien im Erbfall – steuerliche Risiken und Chancen einer werthaltigen Vermögensklasse

Für viele Menschen stellt eine Immobilie den wertvollsten Bestandteil ihres Vermögens dar. Der Immobilienboom der vergangenen Jahre führt jedoch dazu, dass die Werte vieler Grundstücke, Häuser und Wohnungen heute deutlich über den Freibeträgen des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes liegen. § 16 ErbStG sieht zwar großzügige Freibeträge für Ehegatten, Kinder und Enkel vor, diese reichen aber in vielen Regionen – insbesondere in Großstädten und deren Umland – längst nicht mehr aus, um eine Erbschaft steuerfrei zu gestal­ten. Dadurch geraten Familien zunehmend in Situationen, in denen ein erheblicher Teil des Nachlasses durch Erbschaftsteuer verloren gehen kann. § 17 ErbStG gewährt zwar zusätzliche Versorgungsfreibeträge, die den wirtschaftlich schwächeren Angehörigen Schutz bieten sollen, doch diese entlasten nur begrenzt.

Eine zentrale Rolle spielt in diesem Zusammenhang das sogenannte Familienheimprivileg, das in § 13 Abs. 1 Nr. 4b ErbStG normiert ist. Die Vorschrift ermöglicht eine vollständige Steuerbefreiung, wenn der überlebende Ehegatte oder ein Kind die Immobilie weiterhin selbst bewohnt. Dieser steuerliche Vorteil kann das Familienvermögen erheblich schützen. Jedoch verlangt das Gesetz eine fortgesetzte Eigennutzung über zehn Jahre hinweg, andernfalls entfällt die Befreiung rückwirkend. Die praktische Bedeutung dieser Frist wird oft unterschätzt. Selbst gut gemeinte familiäre Entscheidungen, wie etwa ein späterer Umzug aus gesundheitlichen Gründen oder eine unvorhergesehene berufliche Veränderung, können zur Steuerpflicht führen. Deshalb empfehlen wir, diese Regelungen bereits bei der Testamentsgestaltung strategisch zu berücksichtigen.

Viele Belastungen lassen sich außerdem durch lebzeitige Planung vermeiden. Die Übertragung einer Immobilie unter Nießbrauchsvorbehalt, die Beteiligung der Kinder durch Teilübertragungen oder Gestaltungen mit Vor- und Nacherbschaft können nicht nur die Steuerlast reduzieren, sondern auch Streitigkeiten vermeiden und klare Eigentumsverhältnisse schaffen. § 14 ErbStG ermöglicht es zudem, Freibeträge alle zehn Jahre erneut zu nutzen, sodass langfristige Übertragungsmodelle erhebliche steuerliche Vorteile bieten. Gerade bei Immobilien, deren Werte stetig steigen, ist eine gestaffelte Vermögensübertragung ein wirksames Mittel, das Erbe steueroptimiert zu gestalten.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die korrekte Bewertung der Immobilie. Das Finanzamt arbeitet nach standardisierten Bewertungsmodellen, die häufig zu höheren Verkehrswerten führen als im realen Markt erzielbar wäre. Renovierungsbedarf, ungünstige Lagen oder besondere Belastungen werden oft erst im Rahmen einer individuellen Begutachtung korrekt erfasst. Wer hier rechtzeitig handelt, kann die Steuerlast erheblich reduzieren und gewinnt zugleich Planungssicherheit für die Vermögensnachfolge.

Pflichtteilsansprüche – der unterschätzte Auslöser finanzieller Belastungen

Ein weiterer Kernbereich des Erbrechts, der häufig übersehen wird, betrifft die Pflichtteilsrechte. § 2303 BGB schützt bestimmte nahe Angehörige – insbesondere Ehegatten, Kinder und unter bestimmten Voraussetzungen Eltern – selbst dann, wenn sie im Testament nicht berücksichtigt wurden. Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und muss stets in Geld ausgezahlt werden. Gerade bei Immobilieneigentum kann dies zu erheblichen Schwierigkeiten führen, denn die Pflichtteilslast entsteht unabhängig davon, ob liquide Mittel vorhanden sind. Dadurch kommt es häufig zu Situationen, in denen ein Erbe gezwungen ist, Kredite aufzunehmen oder sogar eine Immobilie zu verkaufen, nur um Pflichtteilsansprüche erfüllen zu können. Diese Gefahr lässt sich durch sorgfältige Testamentsgestaltung entschärfen.

Instrumente wie Vermächtnisse, Teilungsanordnungen oder Pflichtteilsstrafklauseln ermöglichen es, die wirtschaftliche Belastung für den Erben zu steuern und zugleich die familiären Interessen zu schützen. Auch der Blick auf lebzeitige Schenkungen ist wichtig, denn viele Zuwendungen werden bei der Pflichtteilsberechnung berücksichtigt. Wer zu Lebzeiten Werte überträgt, muss sich bewusst sein, dass diese nach rechtlichen Grundsätzen dem Nachlass hinzugerechnet werden können, wenn sie der Benachteiligung eines Pflichtteilsberechtigten dienen. Eine strukturierte Planung schafft hier Klarheit und verhindert spätere Auseinandersetzungen.

Fazit: Vorsorgen heißt gestalten – nicht abwarten

Das moderne Erbrecht zeigt, dass traditionelle Grundsätze und moderne Herausforderungen eng miteinander verbunden sind. Wer digitale Nachlassverfügungen trifft, Immobilienwerte realistisch bewertet und Pflichtteilsrechte vorausschauend berücksichtigt, schafft Sicherheit für die Familie und bewahrt sein Lebenswerk. Wir begleiten Sie dabei von der ersten Beratung über die Testamentsgestaltung bis hin zur steuerlichen Planung und zur gerichtlichen Durchsetzung Ihrer Ansprüche. Eine rechtzeitige Gestaltung schafft Frieden, vermeidet Kosten und sorgt dafür, dass Ihr Wille zuverlässig umgesetzt wird. Wir stehen Ihnen dabei mit umfangreicher Erfahrung und ruhiger Hand zur Seite.

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gez. M. Peper
Fachanwältin für Erbrecht
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Erbrecht 2025: Was Erben jetzt wissen sollten – digitale Nachlassplanung trifft steuersensible Gestaltung

Erbrecht 2025: Was Erben jetzt wissen sollten – digitale Nachlassplanung trifft steuersensible Gestaltung

Das Erbrecht des Jahres 2025 steht mehr denn je im Spannungsfeld zwischen bewährten rechtlichen Grundprinzipien und den tiefgreifenden Veränderungen unserer digitalen und wirtschaftlichen Lebensrealität. Die Zahl der digitalen Vermögenswerte wächst stetig, während zugleich hohe Immobilienpreise steuerliche Herausforderungen erzeugen, die ohne frühzeitige Planung zu erheblichen Belastungen für Familien führen können. Wir beobachten seit Jahren, dass sich diese beiden Bereiche zunehmend überschneiden und heute zu den zentralen Bausteinen einer verantwortungsvollen Nachlassgestaltung gehören. Während das Gesetz in vielen Punkten klare Strukturen vorgibt, kommt es in der Praxis entscheidend darauf an, diese Strukturen intelligent zu nutzen und mit vorausschauender Planung zu verbinden. Diese Verbindung aus traditioneller Rechtsprechung und moderner Lebenswirklichkeit prägt das Erbrecht im Jahr 2025 und erfordert eine Nachlassplanung, die die Bedürfnisse der Familie ebenso berücksichtigt wie steuerliche Risiken und digitale Verpflichtungen.

Die digitale Nachlassplanung ist längst kein Randthema mehr, sondern ein fester Bestandteil jeder umfassenden Vorsorgestrategie. Immer mehr Menschen hinterlassen ein beachtliches digitales Vermögen, das von Social-Media-Profilen über E-Mail-Konten und Cloud-Speicher bis zu Kryptowährungen, Kundenkonten, Domains oder digitalen Verträgen reicht. Nach dem Grundsatz der Gesamtrechtsnachfolge, den § 1922 Abs. 1 BGB ausdrücklich normiert, gehören diese digitalen Werte vollständig zur Erbmasse. Das bedeutet, dass Erben rechtlich verpflichtet sind, nicht nur physisches Vermögen zu übernehmen, sondern auch digitale Rechte und Verpflichtungen fortzuführen oder ordnungsgemäß zu beenden. Die Rechtsprechung hat diesen Grundsatz bereits 2018 bestätigt. Der Bundesgerichtshof entschied im Urteil vom 12. Juli 2018 – III ZR 183/17 –, dass digitale Inhalte denselben erbrechtlichen Regeln unterliegen wie analoge Vermögenswerte. Zusammengefasst hält der BGH fest, dass der digitale Nachlass vollständig vererbbar ist und Plattformbetreiber den Erben Zugang gewähren müssen. Damit besteht Klarheit darüber, dass Social-Media-Konten, Online-Speicher und digitale Daten nicht dem Ermessen der Anbieter unterliegen, sondern Teil des Nachlasses sind. Weiterführende Informationen finden sich unter dejure.org – III ZR 183/17.

Für die Praxis bedeutet dies, dass fehlende Passwörter, unklare Vollmachten oder verstreute digitale Profile zu erheblichen Problemen für die Erben führen können. Viele Angehörige stehen nach einem Todesfall vor der schwierigen Aufgabe, digitale Verträge zu beenden, wiederkehrende Zahlungen zu stoppen oder den Zugriff auf wertvolle Daten zu sichern. Wir empfehlen daher, digitale Nachlassverfügungen zu einem festen Bestandteil von Testament oder Erbvertrag zu machen und diese mit einer Vorsorgevollmacht zu kombinieren. Auf diese Weise bleibt der digitale Nachlass geordnet und transparent, und Angehörige werden vor langwierigen Auseinandersetzungen mit Plattformbetreibern geschützt. Eine rechtzeitig getroffene Verfügung stellt sicher, dass Konten geschlossen, Daten archiviert oder Vermögenswerte übertragen werden können, ohne dass familiärer oder finanzieller Schaden entsteht.

Neben den digitalen Herausforderungen gewinnt auch die steuerliche Optimierung des Vermögensübertrags immer mehr an Bedeutung. Besonders Immobilien stellen heute einen wesentlichen Teil vieler Nachlässe dar und zugleich eine erhebliche steuerliche Risikoposition. Das Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz knüpft den steuerlichen Erwerb an den Verkehrswert der Immobilie zum Zeitpunkt des Erbfalls, wie § 12 Abs. 3 ErbStG ausdrücklich bestimmt. In vielen Regionen liegen diese Werte mittlerweile deutlich über den steuerlichen Freibeträgen. Nach § 16 ErbStG stehen Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern ein Freibetrag von 500.000 Euro, Kindern ein Freibetrag von 400.000 Euro und Enkeln ein Freibetrag von 200.000 Euro zu. Zusätzlich schützt § 17 ErbStG Ehegatten und Kinder mit Versorgungsfreibeträgen, die je nach Alter gestaffelt sind. Dennoch reichen diese Beträge oft nicht aus, wenn Immobilien erheblich an Wert gewonnen haben.

Ein bedeutendes steuerliches Privileg stellt das sogenannte Familienheim dar, das nach § 13 Abs. 1 Nr. 4b ErbStG beim Erwerb durch den überlebenden Ehegatten oder die Kinder vollständig steuerfrei bleibt, sofern die Immobilie weiterhin selbst genutzt und innerhalb von zehn Jahren nicht veräußert oder vermietet wird. Dieses Privileg ist ein Ausdruck der traditionellen Wertschätzung des familiären Wohnraums, setzt jedoch zwingend voraus, dass der Erwerber die Voraussetzungen exakt erfüllt. Wird die Selbstnutzung auch nur kurzfristig unterbrochen oder wird die Immobilie aus wirtschaftlichen Gründen veräußert, entfällt die Steuerbefreiung rückwirkend, was zu erheblichen Steuernachforderungen führen kann. Aus diesem Grund achten wir bereits bei der Testamentsgestaltung darauf, dass das Familienheim rechtssicher zugewiesen und der steuerliche Vorteil nicht durch ungeplante Entwicklungen gefährdet wird.

In vielen Erbfällen entzündet sich der Streit an der Frage der Immobilienbewertung. Das Finanzamt ermittelt den Verkehrswert auf Grundlage gesetzlich vorgegebener Verfahren. Diese standardisierten Bewertungsmethoden führen jedoch häufig zu Ergebnissen, die mit dem tatsächlichen Marktwert nicht übereinstimmen, etwa wenn sich eine Immobilie in renovierungsbedürftigem Zustand befindet oder die Lage nur schwer vermarktbar ist. Der Bundesfinanzhof hat deshalb mit Urteil vom 16. September 2020 – II R 49/17 – klargestellt, dass der Steuerpflichtige Anspruch auf eine realitätsnahe Bewertung hat und ein sachverständiges Gutachten als Beweismittel zu berücksichtigen ist. In zwei Sätzen zusammengefasst lautet die Entscheidung, dass Überbewertungen nicht hingenommen werden müssen und ein steuerlich relevanter Verkehrswert durch ein Gutachten präzise nachzuweisen ist. Der Zugang zur Entscheidung findet sich unter dejure.org – II R 49/17.

Durch die Kombination von erbrechtlichen und steuerrechtlichen Gestaltungsmitteln lässt sich das Familienvermögen langfristig schützen. Lebzeitige Schenkungen, Nießbrauchsgestaltungen, Vor- und Nacherbschaften oder Übergaben gegen Versorgungsleistungen ermöglichen es, die Freibeträge nach § 14 ErbStG mehrfach über Jahrzehnte hinweg auszuschöpfen. Ein klassisches Beispiel zeigt die Wirkung: Überträgt eine Mutter ihrem Sohn heute ein Haus im Wert des Freibetrags, kann sie nach zehn Jahren weitere Vermögenswerte übertragen, ohne dass hierfür Erbschaftsteuer anfällt. Auf diese Weise lässt sich die Vermögensnachfolge über Generationen hinweg steueroptimiert strukturieren.

Wir beraten umfassend zu der Frage, welche Instrumente im Einzelfall sinnvoll zusammenspielen. Die Kombination aus Testament, Erbvertrag, lebzeitiger Übertragung und güterrechtlicher Gestaltung schafft die notwendige Sicherheit, um sowohl den familiären als auch den steuerlichen Anforderungen gerecht zu werden. Gleichzeitig sorgt eine solche Planung dafür, dass Streit, Liquiditätsprobleme und unvorhergesehene Steuerbelastungen zuverlässig vermieden werden.

Das Fazit für das Erbrecht 2025 lautet daher: Wer digital vorsorgt, steuerlich durchdacht plant und seine Nachlassstruktur klar gestaltet, schützt seine Familie und erhält sein Lebenswerk. Wir unterstützen Sie dabei mit fachlicher Erfahrung, umfassender Analyse und individuellen Lösungen.


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Sorgenfreies Erbe – Grundsicherung bleibt!

Warum ein Erbe Ihre Sozialleistungen nicht automatisch gefährdet

Wir stellen in unserer Beratungspraxis immer wieder fest, dass Menschen, die Bürgergeld oder Grundsicherung beziehen, große Sorge haben, ein Erbe könne ihre gesamte Existenz gefährden. Viele Betroffene fürchten, dass die Leistungen sofort eingestellt werden, sobald Geld oder Vermögenswerte aus einer Erbschaft hinzukommen. Diese Angst ist verständlich, aber rechtlich unbegründet. Ein Erbe wird im Sozialrecht nicht als laufendes Einkommen gewertet, sondern als Vermögen. Dieser Unterschied ist entscheidend und nimmt vielen Menschen die Sorge, durch eine Erbschaft in Schwierigkeiten zu geraten.

Erbschaft und Sozialleistungen – die maßgebliche rechtliche Einordnung

Das Sozialrecht unterscheidet klar zwischen Einkommen, das laufend zufließt, und Vermögen, das bereits vorhanden oder einmalig erworben wird. Eine Erbschaft gilt als Vermögen. Das bedeutet, dass ein Erbe nicht sofort und automatisch zu einer Kürzung oder Einstellung von Leistungen führt. Erst wenn das gesamte verwertbare Vermögen die gesetzlichen Freibeträge übersteigt, prüft der Leistungsträger, ob und inwieweit Leistungen angepasst werden müssen. Es besteht also keinerlei Automatismus der Leistungsstreichung, sondern eine genaue juristische Bewertung der Situation.

Wir erleben immer wieder, dass Betroffene davon ausgehen, jeder noch so kleine Betrag aus einem Erbe gefährde ihre Ansprüche. Das entspricht nicht der Rechtslage. Neben den allgemeinen Vermögensfreibeträgen gibt es zusätzlich geschützte Vermögenspositionen, die trotz Erbschaft unangetastet bleiben. Auch Besonderheiten wie Schonvermögen, notwendige Anschaffungen, gesondert geschützte Rücklagen oder die Einordnung nicht sofort verwertbaren Vermögens spielen eine Rolle.

Freibeträge und persönliche Vermögensverhältnisse

Entscheidend für die sozialrechtliche Einordnung ist immer die konkrete individuelle Vermögenssituation. Wir prüfen zunächst, wie hoch das Erbe ist und welche Vermögenswerte bereits bestehen. Die gesetzlichen Freibeträge unterscheiden sich je nach Leistungsart, Alter und persönlicher Situation. Wichtig ist zudem die Frage, ob das Erbe überhaupt kurzfristig verwertbar ist oder ob es sich um Vermögen handelt, das erst nach längerer Zeit oder unter besonderen Umständen genutzt werden kann. Eine Erbschaft in Form einer Immobilie ist beispielsweise anders zu beurteilen als ein Geldbetrag.

Wir berücksichtigen außerdem, ob das Vermögen zur Absicherung bestimmter persönlicher Bedarfe dienen soll. Viele Menschen befürchten, sie müssten ein Erbe „aufbrauchen“, bevor sie wieder Anspruch auf Leistungen haben. Tatsächlich gibt es jedoch häufig Gestaltungsspielräume. Die Art des Vermögens, der Zeitpunkt des Erwerbs und die konkrete Funktion des Erbes im Alltag spielen eine wesentliche Rolle.

Jede Lebenslage ist rechtlich anders zu bewerten. Wer bereits nur über sehr geringe Rücklagen verfügt, wird durch ein Erbe oft gar nicht aus dem Leistungsbezug fallen, da die Freibeträge nicht überschritten werden. Auch bei höheren Erbschaften muss sorgfältig geprüft werden, ob möglicherweise ein geschützter Vermögenszweck vorliegt oder ob bestimmte Ausgaben aus dem Erbe zulässig sind, ohne dass dies den Leistungsanspruch berührt.

Warum eine frühzeitige Beratung entscheidend ist

Viele Unsicherheiten entstehen, weil Betroffene die Systematik des Sozialrechts nicht kennen oder aus Angst voreilige Entscheidungen treffen. Manche verzichten sogar freiwillig auf ein Erbe oder schlagen es aus, weil sie Nachteile befürchten. Häufig wäre dies jedoch nicht notwendig. Mit einer rechtzeitigen anwaltlichen Beratung lässt sich feststellen, ob das Erbe innerhalb der Freibeträge bleibt, ob es geschützt werden kann oder ob bestimmte Maßnahmen sinnvoll sind, um das Vermögen einzuordnen und die Sozialleistungen nicht zu gefährden.

Wir klären im Gespräch umfassend, wie das Erbe rechtlich wirkt, welche Pflichten gegenüber dem Leistungsträger bestehen und welche freien Gestaltungsmöglichkeiten genutzt werden können. Damit vermeiden unsere Mandanten unüberlegte Schritte und nutzen ihr Erbe so, wie es vom Gesetzgeber vorgesehen ist: nämlich zur Verbesserung der eigenen Lebenssituation, ohne unnötige Risiken.

Fazit: Ein Erbe führt nicht automatisch zum Wegfall Ihrer Leistungen

Ein Erbe bedeutet kein sofortiges Ende von Bürgergeld oder Grundsicherung. Die Einordnung als Vermögen schützt Betroffene vor einer automatischen Leistungskürzung. Erst wenn die persönlichen Vermögensfreibeträge überschritten sind, prüft der Leistungsträger eine mögliche Anpassung. Wer sich rechtzeitig informiert und seine individuelle Lage bewerten lässt, kann ein Erbe meist ohne Nachteile annehmen und sinnvoll nutzen. Wir empfehlen daher, nicht auf Gerüchte oder Halbwissen zu vertrauen, sondern die eigene Situation fachkundig prüfen zu lassen, damit das Erbe nicht zur Belastung, sondern zu einer tatsächlichen Bereicherung wird.

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Erbrecht aktuell: Wie sichere ich mein Vermögen richtig ab?

Testamentsstreitigkeiten nehmen zu – warum vorausschauende Nachlassgestaltung heute wichtiger ist denn je

Wir erleben in unserer täglichen anwaltlichen Arbeit, dass erbitterte Auseinandersetzungen um Testamente, Pflichtteilsansprüche und vermeintliche Benachteiligungen innerhalb der Familie deutlich zunehmen. Die öffentliche Diskussion spiegelt diese Entwicklung wider: Kinder verklagen ihre eigenen Geschwister, neue Ehepartner stehen in Konkurrenz zu Kindern aus früheren Beziehungen, und Familien geraten in jahrelange gerichtliche Auseinandersetzungen, weil der letzte Wille des Erblassers entweder gar nicht festgehalten oder inhaltlich fehlerhaft gestaltet wurde. Die Wurzel dieser Konflikte liegt fast immer darin, dass wichtige erbrechtliche Weichenstellungen unterblieben sind oder im Alleingang ohne fachkundige Beratung vorgenommen wurden.

Wir sehen täglich, wie entscheidend es ist, rechtzeitig eindeutige und rechtssichere Regelungen zu treffen. Das deutsche Erbrecht gibt uns dazu klare Instrumente an die Hand. Wer sie gezielt nutzt, schafft Klarheit und Frieden innerhalb der Familie und bewahrt sein Vermögen vor Streit, Zersplitterung und wirtschaftlicher Zerstörung.

Warum ein Testament oder Erbvertrag unverzichtbar ist

Nach § 1937 BGB hat jeder die Freiheit, durch Testament zu bestimmen, wer sein Vermögen nach dem Tod erhalten soll. Fehlt eine solche Verfügung, tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge ein, geregelt in den §§ 1924 ff. BGB. Diese gesetzliche Ordnung wirkt auf den ersten Blick klar und logisch, führt aber in der Praxis oftmals zu Ergebnissen, die weder dem tatsächlichen Willen des Erblassers entsprechen noch für die Hinterbliebenen tragbar sind.

Wir beobachten insbesondere, dass gesetzliche Erbquoten im Zusammenspiel mit Immobilien und Unternehmensvermögen zu erheblichen Schwierigkeiten führen. Stirbt ein Elternteil ohne Testament, erben Ehepartner und Kinder gemeinsam und bilden zwangsweise eine Erbengemeinschaft. Diese ist auf Einstimmigkeit angewiesen, wodurch jede Entscheidung vom Willen aller Beteiligten abhängt. Das führt in der Praxis dazu, dass Immobilien verkauft, Betriebe zerschlagen oder Vermögenswerte aufgeteilt werden müssen, obwohl der verstorbene Ehepartner dies nie gewollt hätte. Die gesetzliche Erbfolge ist daher keineswegs automatisch gerecht, sondern häufig der Beginn langjähriger Konflikte.

Ein sorgfältig formuliertes Testament oder ein Erbvertrag ermöglicht es, den eigenen Willen eindeutig festzuhalten und klare Strukturen zu schaffen. Wir können darin bestimmen, wer Erbe werden soll, wer bewusst ausgeschlossen werden soll, welche Personen bestimmte Vermögenswerte als Vermächtnis erhalten und wie Pflichtteilsrechte zu berücksichtigen sind. Eine solche Gestaltung verhindert Missverständnisse, vermeidet Streit und sorgt dafür, dass das Lebenswerk geschützt bleibt.

Nachlassplanung als Akt der Fürsorge

Ein Testament ist nicht nur ein juristisches Dokument, sondern eine bewusste Entscheidung, den eigenen Angehörigen Sicherheit zu geben. Es nimmt ihnen in einer emotional belastenden Phase Entscheidungen ab und verhindert, dass Unklarheiten zu Konflikten führen. Wir beraten regelmäßig Menschen, die sicherstellen möchten, dass ihr Ehepartner in der gemeinsamen Immobilie bleiben kann, dass Kinder in stabilen Verhältnissen weiterleben oder dass das Vermögen in geordneter Form weitergegeben wird, ohne durch Pflichtteilsansprüche oder unnötige Steuerbelastungen geschmälert zu werden.

Wir beantworten die entscheidende Frage, welche Gestaltungsmittel im Einzelfall sinnvoll sind. Vor- und Nacherbschaften können eingesetzt werden, um mehrere Generationen zu schützen. Vermächtnisse ermöglichen es, einzelne Vermögenswerte gezielt zuzuweisen. Nießbrauchsrechte schaffen finanzielle Sicherheit für Angehörige ohne Eigentumsübertragung. Lebzeitige Schenkungen können sinnvoll sein, um den späteren Nachlass zu entlasten und gewisse steuerliche Vorteile zu nutzen. Unser Ziel ist stets eine Nachlassgestaltung, die nicht nur rechtlich korrekt ist, sondern auch zur Persönlichkeit, zur familiären Struktur und zu den wirtschaftlichen Vorstellungen des Erblassers passt.

Die Tücken der gesetzlichen Erbfolge und ihre praktischen Folgen

Die gesetzliche Erbfolge führt häufig zu Ergebnissen, die für Hinterbliebene schwer tragbar sind. Wir erleben immer wieder Fälle, in denen der überlebende Ehepartner plötzlich mit seinen eigenen Kindern eine Erbengemeinschaft bildet, obwohl er glaubte, automatisch Alleinerbe zu sein. Diese Konstellationen können zu finanziellen Belastungen, Zwangsverkäufen und erheblichen familiären Spannungen führen. In unserem Beratungsalltag zeigt sich regelmäßig, dass die gesetzlichen Vorgaben durchaus gut gemeint sind, aber in modernen Familienverhältnissen nicht mehr passen. Ein sorgfältig durchdachtes Testament ist daher unverzichtbar, um solche Situationen zu vermeiden und den überlebenden Ehepartner vor ungewollten Einschränkungen zu schützen.

Die besondere Herausforderung von Patchwork-Familien

Gerade in Patchwork-Familien, in denen Kinder aus erster Ehe mit neuen Ehepartnern zusammentreffen, entstehen komplexe erbrechtliche Konstellationen. Ohne Testament erben alle gemeinsam, was in der Praxis kaum jemals zu reibungslosen Abläufen führt. Emotionale Spannungen verstärken sich, wenn Vermögenswerte geteilt oder Entscheidungen gemeinsam getroffen werden müssen. Wir entwickeln in solchen Fällen maßgeschneiderte Lösungen, die allen Beteiligten gerecht werden. Durch Stufen-Testamente, gezielte Vermächtnisse oder vertragliche Vereinbarungen lassen sich klare Strukturen schaffen, damit keine Partei benachteiligt wird und der letzte Wille effektiv umgesetzt werden kann.

Testament und Erbvertrag – zwei Werkzeuge mit unterschiedlicher Bindungswirkung

Ein Testament kann eigenhändig errichtet werden, muss vollständig handschriftlich sein und mit Unterschrift und Datum versehen werden. Diese Form scheint einfach, birgt aber erhebliche Risiken. Wir sehen regelmäßig Dokumente, die durch unklare Worte, widersprüchliche Anordnungen oder fehlende Angaben ihre Wirksamkeit verlieren. Ein Erbvertrag hingegen wird notariell geschlossen und bietet eine besonders sichere Form der Vermögensnachfolge. Er eignet sich vor allem für Ehegatten und Partner, die verbindliche und dauerhafte Absprachen treffen möchten. Auch hier beraten wir umfassend, welche Gestaltungsform im jeweiligen Fall geeignet ist.

Pflichtteilsrechte – ein oft unterschätztes Risiko

Selbst ein sorgfältig formuliertes Testament schützt nicht vor Pflichtteilsansprüchen. Diese Rechte sind gesetzlich verankert und stehen nahen Angehörigen auch dann zu, wenn sie im Testament nicht bedacht wurden. Wir erleben häufig, dass gerade Immobilienvermögen durch Pflichtteilsforderungen belastet wird und dadurch Liquiditätsprobleme entstehen. Eine umsichtige Nachlassplanung berücksichtigt diese Ansprüche frühzeitig und arbeitet mit rechtlichen Instrumenten, die die finanziellen Belastungen minimieren können.

Fazit

Wir sehen, dass die Zahl der Erbstreitigkeiten nicht zufällig steigt, sondern Ausdruck fehlender oder unzureichender Nachlassplanung ist. Wer sich rechtzeitig mit seinem Nachlass auseinandersetzt, schützt sein Vermögen, vermeidet Streit und bewahrt den Familienfrieden. Ein rechtssicheres Testament oder ein sorgsam gestalteter Erbvertrag ist die wirkungsvollste Möglichkeit, die eigene Lebensleistung zu sichern und die Angehörigen im Ernstfall zu entlasten.

Wenn Sie Klarheit schaffen möchten, begleiten wir Sie mit unserer Erfahrung und gestalten Ihre Nachlassregelungen so, dass sie rechtlich eindeutig, wirtschaftlich sinnvoll und familiär tragbar sind.


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Mit uns haben Sie die Experten an Ihrer Seite. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Ihr Erbe gesichert wird!

gez. M. Peper
Fachanwältin für Erbrecht
Zertifizierte Testamentsvollstreckerin
Fachanwältin für Familienrecht
Zertifizierte Mediatorin

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