Scheidung klingt für viele nach Gericht, Anwalt, Rosenkrieg. In Wahrheit beginnt die teuerste Phase viel früher: in den Wochen nach der Trennung, wenn aus spontanen Entscheidungen dauerhafte Nachteile werden. Wer jetzt falsch reagiert, verliert nicht nur Geld, sondern oft auch Kontrolle über Wohnung, Kinderalltag und Vermögen.
Wir sind Fachanwälte für Familienrecht. Wir erklären in diesem Artikel juristisch fundiert, aber einfach verständlich, welche Regeln bei Trennung und Scheidung gelten – und wie wir typische Fehler vermeiden, die Verfahren unnötig teuer und lang machen.
Der „Scheidungs-Schock“: Warum Trennung fast immer zuerst finanziell eskaliert
Die meisten Paare trennen sich emotional – und rechnen erst später. Dann kommt die Realität: doppelte Miete, laufende Kredite, neue Haushalte, Kinderbetreuung, Unterhaltsforderungen. Genau deshalb ist „Scheidung“ eines der meistgesuchten Themen, weil Betroffene plötzlich Antworten brauchen zu:
Scheidung Ablauf, Trennungsjahr, Unterhalt, Sorgerecht, Zugewinnausgleich, Scheidung mit Haus, Ehewohnung.
Und hier ist die wichtigste Wahrheit: Wer früh Struktur schafft, verhindert die Eskalation.
Scheidung – was verlangt das Gesetz überhaupt?
Ohne Scheitern keine Scheidung.
Eine Ehe kann geschieden werden, wenn sie gescheitert ist.
In der Praxis läuft das fast immer über das Trennungsjahr:
Leben die Ehegatten seit einem Jahr getrennt und beantragen beide Ehegatten die Scheidung oder stimmt der Antragsgegner zu, so wird unwiderlegbar vermutet, dass die Ehe gescheitert ist.
Heißt: Ohne Trennung kein Trennungsjahr, ohne Trennungsjahr keine Scheidung (Ausnahmen sind selten).
Trennung in einer Wohnung – geht das überhaupt?
Ja. Und diese Frage ist 2026 aktueller denn je, weil Wohnraum teuer ist und viele nicht sofort ausziehen können.
Entscheidend ist nicht die Adresse, sondern die tatsächliche Trennung: kein gemeinsamer Haushalt, keine gemeinsamen Einkäufe, keine gemeinsamen Freizeitaktivitäten als Paar. Man kann also getrennt leben, selbst wenn man sich noch begegnet.
Die heimliche Hauptfrage jeder Scheidung: Wer darf in der Wohnung bleiben?
Viele streiten nicht um Liebe – sondern um die Ehewohnung.
Ein Ehegatte kann verlangen, dass ihm der andere Ehegatte die Ehewohnung oder einen Teil zur alleinigen Benutzung überlässt, soweit dies notwendig ist, um eine unbillige Härte zu vermeiden.
In der Praxis ist das besonders relevant, wenn Kinder da sind oder ein Partner psychisch oder körperlich belastet ist. Wer vorschnell auszieht, verliert oft Einfluss – nicht rechtlich zwingend, aber faktisch.
Unterhalt nach Trennung: Der häufigste Grund, warum Verfahren eskalieren
Sobald getrennt wird, stellt sich Unterhaltsfragen. Und häufig eskaliert es, weil Erwartungen und Gesetz nicht zusammenpassen.
Trennungsunterhalt:
Leben die Ehegatten getrennt, so kann ein Ehegatte von dem anderen den … angemessenen Unterhalt verlangen.
Nach der Scheidung gilt Eigenverantwortung:
Nach der Scheidung obliegt es jedem Ehegatten, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen.
Das heißt: Trennung = häufig Unterhaltsphase. Scheidung = Unterhalt nur noch unter engen Voraussetzungen.
Scheidung mit Kindern: Der größte Fehler ist der Kampf ums Kind
Viele meinen, sie müssten „gewinnen“. Das ist der schnellste Weg in ein langes Verfahren.
Das Gesetz ist sehr klar:
Zum Wohl des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden Elternteilen.
Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt.
Wenn Umgang verweigert oder blockiert wird, wird der Konflikt juristisch – und dann entscheidet nicht mehr die Familie, sondern das Gericht. Wir sehen immer wieder: Wer früh deeskaliert und klare Umgangslösungen findet, spart Monate Streit und schützt die Kinder.
Der „Scheidungsbluff“: Warum Vermögen nicht einfach halbiert wird
„Wir teilen alles 50/50“ – das ist einer der größten Mythen.
Im gesetzlichen Güterstand wird nicht pauschal geteilt, sondern der Zugewinn ausgeglichen:
Leben die Ehegatten im Güterstand der Zugewinngemeinschaft, so wird der Zugewinn … ausgeglichen.
Der Zugewinn ist der Vermögenszuwachs während der Ehe. Stichtage, Anfangsvermögen, Endvermögen, Erbschaften und Schenkungen spielen eine entscheidende Rolle. Wer das unterschätzt, verhandelt im Blindflug.
Das Top-Problem 2026: Scheidung mit Haus und Kredit
Wenn Immobilie und Kredit betroffen sind, ist Scheidung selten nur „Papier“. Es geht um Existenz: Wer zahlt weiter? Wer bleibt? Wer übernimmt Darlehen? Wird verkauft? Was ist mit Wertsteigerungen?
Gerade hier ist anwaltliche Struktur entscheidend, weil ohne klare Regelung oft beide verlieren: Einer bleibt im Haus, aber ohne Sicherheit – der andere zahlt weiter, ohne Nutzen.
Der beste Zeitpunkt für Beratung ist nicht der Gerichtstermin
Der beste Zeitpunkt ist vor der Eskalation. Sobald Forderungen im Raum stehen, Emotionen hochkochen und Kinder in den Konflikt geraten, wird jede Lösung schwerer.
Wenn wir es traditionell vernünftig lösen wollen, dann gilt: Erst Ordnung in Finanzen, Umgang, Wohnung, Vermögen – dann Scheidung.
Kostenfreie Ersteinschätzung – täglich telefonisch bis 22:00 Uhr
Wir sind Fachanwälte für Familienrecht. Wenn Sie gerade überlegen, sich zu trennen oder bereits in Trennung leben und Fragen haben zu:
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gez. M. Peper
Fachanwältin für Erbrecht
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